The Star Named EOS
Detailinformationen
Pro/Contra:
| Kategorie | Pro | Contra |
|---|---|---|
| Spielspaß |
ergreifende Geschichte zum Mitfühlen ästhetische visuelle und akustische Gestaltung dichte Atmosphäre fesselnde Story motiviert zum Spielen interessante Rätsel sorgen für Abwechslung |
Schwierigkeitsgrad schwankt keine Hilfen bei Rätsel |
| Pädagogik |
Lädt zum Eintauchen in die eigene Gefühlswelt ein Ruhiges Spiel mit Platz für eigene Gedanken Fordert und fördert logisch-kombinatorisches Denken |
überwiegend melancholische Stimmung |
Spielbeschreibung
Im Adventure "The Star Named EOS" übernimmt man die Rolle des jungen Fotografen Dei, der versucht, die letzten Geheimnisse seiner verschwundenen Mutter zu lüften. Ausgestattet mit einer Kamera begibt man sich auf eine emotionale Reise durch Erinnerungen und rekonstruiert mithilfe von Briefen, alten Aufnahmen und kleinen Hinweisen die Geschichte.
Spielende müssen Fotomotive nachstellen und verschiedene Rätsel lösen, um die Vergangenheit Stück für Stück freizulegen und die anfangs undurchsichtige Geschichte langsam aufzulösen. Das Singleplayer-Erlebnis ist nur mit englischer Sprachausgabe aber zuschaltbaren deutschen Untertitel verfügbar.
Spielbewertung
"The Star Named EOS" besticht vor allem durch seine sanfte, atmosphärische Erzählweise, die eine zutiefst persönliche Geschichte rund um Verlust, Erinnerung und die Suche nach Nähe in einer zerrissenen Mutter-Kind-Beziehung transportiert. Im Zentrum steht der junge Fotograf Dei, der anhand von alten Briefen und Fotografien den Spuren seiner verschwundenen Mutter folgt und dabei nicht nur geografisch, sondern vor allem emotional eine Reise antritt. Die visuell liebevoll gestalteten, handgemalten Umgebungen erzeugen eine fast schon meditative Stimmung, die durch die ruhige Musik- und Soundkulisse eindrucksvoll unterstrichen wird. Besonders gelungen ist die Art, wie Fotografie als zentrales Spielelement eingesetzt wird: Szenen müssen nachgestellt, Perspektiven korrekt eingefangen und kleine Objekte arrangiert werden, um Erinnerungen zu aktivieren und neue Puzzleteile der Handlung freizulegen.
Leider kann die spielerische Komponente mit dem erzählerischen Anspruch nicht immer mithalten. Die Schwierigkeit der Rätsel kann manchmal, vor allem für jüngere Spielende, herausfordernd werden, da das Spiel manchmal mit Hinweisen spart. Die Geschichte entfaltet durch ihre subtile Erzählweise, die gelungene englische Vertonung und die optionalen deutschen Untertitel eine melancholische Tiefe, die viele Spielende berühren wird, vor allem jene die den Verlust eines geliebten Menschen erlebt haben.
Am Ende überwiegt der Eindruck eines atmosphärisch dichten, audiovisuell herausragend präsentierten Erlebnisses, das vor allem für Adventure-Fans geeignet ist, die sich auf eine ruhige, nachdenkliche Reise einlassen möchten. "The Star Named EOS" hätte jedoch ruhig länger sein können, denn nach knapp 4 Stunden ist die emotionale Reise auch wieder vorbei.


