Fabledom
Detailinformationen
Pro/Contra:
| Kategorie | Pro | Contra |
|---|---|---|
| Spielspaß |
entspannendes Gameplay gut ausgewogenes Gameplay niedlicher Märchenbezug Spielende können durch eigene Entscheidungen beeinflussen wie schwierig/stressig das Spiel wird, dadurch sehr einsteigerfreundlich |
Darstellung sehr klein (Schrift) getestete Switch-Version grafisch nicht sehr ansprechend keine deutsche Audio-Ausgabe kleinere Bugs |
| Pädagogik |
Fördert vorausschauendes Denken, Ressourcenmanagement, Entscheidungsfindung/strategisches Denken Genderaspekte gut gelöst (jeder kann jedes Geschlecht heiraten) entschleunigtes Spielgeschehen mit Raum zum Scheitern Nicht leicht zu verlieren |
gelegentlich zweideutige Witze Liebe und Beziehungen können über „Güteraustausch“ „erworben“ werden. Kampfhandlungen möglich – im Sinne der Verteidigung Konsequenzen für Diebstahl minimal |
Spielbeschreibung
Es war einmal… eine Aufbausimulation im Märchengewand. In „Fabledom“ müssen Spielende Schritt für Schritt ein blühendes Königreich erbauen, alle Bewohnerinnen und Bewohner zufriedenstellen und als Ziel das Märchen mit einer Traumhochzeit abschließen.
Wie bei ähnlichen Spielen basiert der Spielspaß bei „Fabledom“ auf dem Aufbau einer Zivilisation, was bedeutet, dass man Unterkünfte und Nahrung für die wachsende Bevölkerung bereitstellen, bzw. anbauen muss und sich auch deren Bedürfnis nach Freude (Theater) und Schutz (Armee, Stadtmauern) berücksichtigen sollte. In „Fabledom“ gibt es zudem auch Aufgaben und Herausforderungen mit Bezug auf Märchen. So kann man etwa ein Hexenhaus untersuchen, einen Drachen abwehren oder Geld durch eine Goldene Gans bekommen.
Beziehungen zu anderen Prinzessinnen und Prinzen sind ebenso wichtig für das Spielgeschehen, da man mit ihnen Handel treiben und auf gemeinsame Missionen gehen kann oder diese sogar als Spielziel heiraten und somit das Märchen zu einem „und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ Abschluss bringt.
Spielbewertung
„Fabledom“ zielt darauf ab eine positive und entspannte Spielatmosphäre zu schaffen, was ihm auch gelingt. Das Spiel ist weder zu fordernd noch zu einfach und Spielende können selbst entscheiden ob sie höhere Anforderungen haben möchten oder nicht. Beispielsweise kann man den Auftrag „500 Holz in 30 Tagen produzieren“ annehmen, ablehnen oder ignorieren. Es ergeben sich Nachteile (10% weniger Effektivität) bei nicht Erfüllung der Aufgaben, jedoch nicht, wenn man die Aufgaben nicht annimmt. Oder man kann eine mystische Mine bauen, mit der man mehr Geld bekommt, aber dadurch können auch Trolle das Königreich überfallen. Das Spiel fördert vorausschauendes Denken, Ressourcenmanagement, Entscheidungsfindung und strategisches Denken.
Beziehungen zu anderen Prinzen und Prinzessinnen können gefördert werden (leichteres/schlechteres Handeln) und sogar romantische Beziehungen mit diesen eingegangen werden.
Spieltechnisch waren ein paar Bugs (Abstürze und Fehler in der Textdarstellung) zu beobachten und die Schrift ist klein geraten und dadurch schwer zu lesen. Die Konsolenversion ist schwieriger und nicht sehr intuitiv zu steuern, was aber bei Aufbausimulationen nicht unbedingt neu ist.
„Fabledom“ bringt nicht unbedingt viele Neuerungen in das Genre, macht aber auch nicht wirklich etwas falsch. Es ist schlichtweg eine entspannte Aufbausimulation, die selbst für Genre-Neulinge unterhaltsam und spannend sein kann. Vor allem sind der variable Schwierigkeitsgrad und die Förderpotentiale als besonders positiv hervorzuheben.


